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Welche Fische gibt es in Dänemark? Der ultimative Guide für Angler und Naturfans

Entdecke die Fischvielfalt Dänemarks! Unser Experten-Guide zeigt dir alle Süß- & Salzwasserfische, die besten Spots und wichtige Schonzeiten.

Aktualisiert: 16. Juli 2026 6 Min. Lesezeit Steve Rahn, Gastgeber in Dänemark

Dänemark ist ein wahres Paradies für Angler und Naturbegeisterte. Mit einer Küstenlinie von über 7.300 Kilometern, unzähligen eiszeitlichen Seen und glasklaren, strömenden Auen bietet das skandinavische Nachbarland einen Lebensraum für eine beeindruckende Vielfalt an Fischarten.

Egal, ob du das Brandungsangeln an der rauen Nordsee liebst, mit der Fliegenrute an einer idyllischen Au stehst oder es auf kapitale Raubfische im See abgesehen hast – in Dänemark kommt jeder auf seine Kosten. Doch welche Fische gibt es in Dänemark eigentlich genau, wo halten sie sich auf und worauf musst du beim Angeln achten?

Dieser umfassende Ratgeber liefert dir alle Antworten, sortiert nach Lebensraum, inklusive konkreter Ortsangaben und wertvoller Praxis-Tipps.

Angeln in Dänemark Welche Fische gibt es wo – Eindruck aus Dänemark

Süßwasserfische in Dänemark: Arten und Fangorte

Dänemarks Binnengewässer – bestehend aus nährstoffreichen Seen (Søer) und oft naturbelassenen Fließgewässern (Åer) – beherbergen erstklassige Bestände an Raub- und Friedfischen. Besonders Jütland ist weltweit für seine鴻 lachs- und forellenreichen Auen bekannt.

Die wichtigsten Süßwasserfische im Überblick

Wo fängst du welche Süßwasserfische?

FischartBevorzugter Lebensraum / Ort in DänemarkBeste Angelzeit
HechtSilkeborg-Seenplatte (Jütland), See Arresø (Seeland), Maribo-Seen (Lolland)Mai bis Oktober
ZanderSee Skanderborg Sø (Jütland), Tange Sø (Jütland)Juni bis September
FlussbarschFuresø (Seeland), Silkeborg-SeenGanzjährig (Spätsommer ideal)
LachsSkjern Å, Storå, Varde Å (Westjütland)April bis Oktober
BachforelleKarup Å, Gudenå, Kongeå (Jütland)April bis Oktober

Experten-Tipp für Süßwasser-Angler: Für das Angeln in dänischen Auen und Seen benötigst du neben dem staatlichen dänischen Angelschein (Fisketegn) fast immer eine lokale Angelerlaubnis (Dagkort) für das jeweilige Gewässer. Diese kannst du unkompliziert online erwerben.

Salzwasserfische in Dänemark: Arten und Fangorte

Die dänischen Küsten erstrecken sich über zwei völlig unterschiedliche Meere: die wilde, salzreiche und tiefe Nordsee im Westen und die ruhigere, brackwassergeprägte Ostsee (inklusive Kattegat und Belte) im Osten. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den marinen Fischarten wider.

Die wichtigsten Salzwasserfische im Überblick

Wo fängst du welche Salzwasserfische?

FischartBevorzugter Lebensraum / Ort in DänemarkBeste Angelzeit
MeerforelleInsel Fünen (komplette Küste), Limfjord, Insel BornholmFrühjahr & Herbst
DorschGelbes Riff (Nordsee, ab Hanstholm), Öresund, LangelandbæltGanzjährig (Winter/Frühjahr ideal)
Scholle / FlunderHvide Sande (Mole), Westküste Jütlands, LangelandSeptember bis Dezember
MakreleMolen von Hanstholm und Hvide Sande, Skagen, ÖresundJuli bis September
HornhechtKleiner und Großer Belt, Limfjord, Küste FünensMai bis Juni
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Die Sonderrolle der Put & Take Seen (Forellenseen)

Wer eine Fanggarantie sucht oder mit der Familie entspannt angeln möchte, findet in Dänemark ein extrem dichtes Netz an sogenannten Put & Take Seen (Forellenseen).

Diese künstlich angelegten und hervorragend gepflegten Anlagen werden regelmäßig mit kampfstarken Regenbogenforellen (Regnbueørred), Goldforellen und teils auch Bach- oder Saiblingen besetzt.

Häufige Fehler beim Angeln in Dänemark (und wie du sie vermeidest)

  1. Fehlender Angelschein: Viele Urlauber denken, das Angeln im Meer sei komplett frei. Das stimmt nicht ganz: Jeder zwischen 18 und 65 Jahren benötigt zwingend den staatlichen dänischen Angelschein (Fisketegn).
  2. Ignorieren von Schutzzonen (Fredningsbælter): An fast allen Mündungen von Bächen und Auen ins Meer gelten ganzjährige oder saisonale Schutzzonen (meist 500 Meter Radius), in denen absolutes Angelverbot herrscht. Lade dir vorab die offizielle App des dänischen Fischereiministeriums herunter, um Strafen zu vermeiden.
  3. Falsches Tackle an der Nordsee: Die Strömung der Nordsee wird oft unterschätzt. Wer hier auf Plattfisch brandelt, benötigt schwere Bleie (100–150g, oft Krallenbleie), um den Köder am Grund zu halten.

Zusammenfassung & Handlungsempfehlung

Dänemark ist ein facettenreiches Angelrevier, das für jede Vorliebe den passenden Fisch bereithält.

Nächster Schritt: Besorge dir deinen dänischen Angelschein vorab online unter fisketegn.dk, studiere die lokalen Mindestmaße und Schonzeiten und plane deine Route passend zur Jahreszeit deiner Zielfische!

Häufige Fragen zu Angeln in Dänemark Welche Fische gibt es wo (FAQ)

Braucht man in Dänemark einen Angelschein für das Meer?

Ja. Jeder Angler zwischen 18 und dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters benötigt für das Angeln im Meer den staatlichen dänischen Angelschein (Fisketegn). Er kann tages-, wochen- oder jahresweise online erworben werden.

Wann ist die beste Zeit, um in Dänemark Meerforellen zu angeln?

Die absoluten Spitzenzeiten sind das Frühjahr (März bis Mai) und der Herbst (September bis November). Im Sommer angelt man am besten in den kühlen Nachtstunden, im Winter an flachen, sonnengewärmten Buchten.

Welche Fischarten darf man in Dänemark ohne Mindestmaß fangen?

Für fast alle beliebten Zielfische wie Dorsch, Meerforelle, Scholle, Lachs und Hecht gibt es strikte gesetzliche Mindestmaße. Lediglich für Arten wie Hering oder Makrele gibt es in einigen Regionen keine oder sehr geringe Einschränkungen. Informiere dich immer vorab über die aktuellen Maße.

Wo fängt man in Dänemark am besten Plattfische?

Die sandigen Küstenabschnitte Jütlands (z. B. rund um Hvide Sande, Blåvand oder Skagen) sowie die dänischen Inseln wie Langeland sind hervorragende Reviere für Scholle, Flunder und Kliesche.

Was kostet der dänische Angelschein?

Ein Jahres-Angelschein kostet aktuell rund 185 DKK (ca. 25 EUR). Wochenscheine liegen bei ca. 130 DKK, Tagesscheine bei ca. 40 DKK.

Gibt es giftige Fische in Dänemark?

Ja, das Petermännchen (Fjæsing). Dieser Fisch lebt im Sandboden der Nord- und Ostsee und besitzt giftige Stacheln an den Kiemendeckeln und der Rückenflosse. Ein Stich ist extrem schmerzhaft. Beim Angeln oder Wattwandern ist daher Vorsicht geboten.

Darf man gefangene Fische aus Dänemark mit nach Hause nehmen?

Ja, der Eigenbedarf an selbst gefangenen Fischen darf für den privaten Verzehr mitgenommen werden. Achte jedoch auf die geltenden Fangbegrenzungen (Bag Limits), insbesondere beim Dorsch.

Was ist der beliebteste Speisefisch in Dänemark?

In der dänischen Küche sind die Scholle (Rødspætte), der Dorsch (Torsk) und der Hering (Sild) die absoluten Favoriten.